DAFÜR STEHE ICH: STADTBÜCHEREI.

HORST ZWIPP HAT SICH KONKRET DEM THEMA STADTBÜCHEREI ANGENOMMEN

Der gebürtige Schorndorfer OB Kandidat Horst Zwipp hat sich konkret dem Thema Stadtbücherei angenommen, das ja sehr Wahlkampf bestimmend ist.


„Es wurde immer wieder allen OB Kandidaten vorgeworfen, dass sie das Thema Stadtbücherei offensichtlich nicht konkret angesprochen und auch keine konkreten Aussagen dazu getroffen haben, weil es im Wahlkampf „ein heißes Eisen“ sei. Gerade das reizt mich, wenn es vermeintlich hohe Hürden zu überwinden gibt. Ich war ja zunächst gegen einen Neubau und wurde dann bei einer Besichtigung der jetzigen Stadtbücherei eines besseren belehrt. Ich sage - Schorndorf braucht eine neue, der Stadt gerecht werdende Stadtbücherei, allerdings sollte man das Konzept, den Standort und die Kosten noch einmal einer harten Prüfung unterziehen.“

Durch Gespräche und Verhandlungen zur Anmietung seines neuen Wahlbüros im Alten Güterbahnhof, kam er auf das Projekt „Markthalle“.


Der alte Güterbahnhof war ja schon bereits 2015 ein großes Thema für die neue Stadtbücherei und wurde auch im Gemeinderat als Standort entschieden. Die erforderliche Fläche bemaß sich damals auf 1.200 m² und errechnete sich aus fachlichen Empfehlungen, die den Flächenbedarf einer Stadtbibliothek auf 20 bis 25 m² pro 1.000 Medieneinheiten beziffern. Somit würden sich bei rund 60.000 Medieneinheiten wie in Schorndorf mindestens 1.200 m² für eine zeitgemäße Bücherei errechnen. Die Kosten für den Standort Güterbahnhof, Neubau, bezifferten sich damals auf rund 4.902.000 Euro und auf Fördermittel im Rahmen der Sanierungsmaßnahme „Weststadt II“ von rund 700.000 Euro). „Die Bücherei am Güterbahnhof wäre aus unserer Sicht der perfekte Standort und der zentralste Beitrag der Stadt für die Belebung der Weststadt“, betonte Oberbürgermeister Matthias Klopfer. Für den Standort spreche zudem, dass Fördermittel aus dem Sanierungstopf „Weststadt II“ zur Verfügung stünden.


Zudem konnte damals zudem durch eine Spende aus dem Privatvermögen vom Schorndorfer Unternehmer Walter Schloz und ein Sponsoring mit der Firma Burger Schloz Automobile GmbH & Co. in Höhe von insgesamt 300.000 Euro ein erster finanzieller Grundstock für eine neue Bücherei gelegt werden. Der Gemeinderat hatte daraufhin die Annahme der Spende und dem Sponsoring zugestimmt. 2016 dann die Kehrtwende zum Thema Standort.


Die Stadtverwaltung hatte zur Podiumsdiskussion zum Thema Stadtbücherei geladen und gerungen wurde um die Frage, ob die Bücherei am alten Güterbahnhof tatsächlich am besten untergebracht ist oder am Archivplatz. Im alten, denkmalgeschützten Haus, das bis heute das technische Rathaus beherbergt.

Keine leicht zu fällende Entscheidung, weil für beide Orte gute Argumente sprechen. Hinzu kam noch, dass es für den Güterbahnhof eine charmante Idee gab. Heinz Lochmann, Inhaber der Traumpalast Kinos, und als solcher auch Nachbar des Güterbahnhofes, will hier investieren und eine Markthalle bauen. Und obwohl es in der Diskussion eigentlich nur um den Bibliotheksstandort gehen sollte, so beeinflusste die Vorstellung einer Markthalle im Güterbahnhof durchaus die Diskussion.


Sarah Schäfer etwa, Vorsitzende des Vereins der Freunde der Stadtbibliothek hatte damals eine eindeutige Haltung und präferiert den Güterbahnhof als besten Ort. Ideal ließe sich hier die Bibliothek auf einem Stock vereinen. Dazu genügend Parkplätze vor der Tür und die Signalwirkung in die Weststadt, die sich von der Bibliothek vieles erhofft. Was auch Fritz Schöbel vom Weststadtverein unterstrich. Im Güterbahnhof sei eine „weiträumige Bibliothek“ möglich. Nicht nur ideal gelegen, sondern auch durch ihre Lage sehr öffentlichkeitswirksam. Die Bibliothek im alten Güterbahnhof sei „der charmante und gut sichtbare Leuchtturm am Eingang zur Weststadt“.


Im November 2017 dann die Entscheidung: Die neue Stadtbücherei entsteht am Archivplatz.

Das bestehende Gebäude Archivstraße 4, das ehemalige Technische Rathaus, wird umgebaut und durch einen modernen Bücherturm ergänzt. Die Kosten für die neue Stadtbücherei belaufen sich damit auf 6,7 Millionen Euro bei einer Fläche von 1.315 m². „Mehr als die Hälfte der Kosten können wir über Fördermittel in Höhe von rund 3,4 Millionen Euro finanzieren. Einen entsprechenden Antrag haben wir bereits gestellt. Dies ist eine einmalige Chance für uns, lassen Sie uns diese nutzen“, appellierte damals Sonja Schnaberich-Lang, Fachbereichsleiterin Kommunales. „Ob diese Zahlen tatsächlich auch heute noch gelten, entzieht sich meinem Wissen“, so Horst Zwipp.


Was Zwipp überhaupt nicht versteht ist, dass alle städtischen Beteiligten, einschließlich Architekten, damals nicht auf eine Kombination aus Markthalle und Stadtbücherei gekommen sind. Eine bessere Kombination für eine Begegnungsstätte und eine Belebung der Weststadt plus Anbindung der Vorstadt gibt es nicht. Plus einer Kostenreduktion.


Daraufhin nahm Horst Zwipp vor 14 Tagen Kontakt mit Heinz Lochmann auf, nach dem Motto, „wer nicht fragt hat ja schon ein Nein“. Er bekam zeitnah einen Termin, die beiden trafen sich und Lochmann hörte aufmerksam und interessiert zu, als Zwipp ihm seine Vision einer Kombination aus Markthalle und Stadtbücherei unterbreitete.


„Diese Vision würde eine wirkliche Begegnungsstätte kreieren. Zudem würde die Weststadt durch die Installation einer Fußgängerüberführung vom Projekt Markthalle/Stadtbücherei in die Vorstadt, beide Stadteile nachhaltig „befeuern“, was die letzten 40 Jahre nicht gelang“, sagt Zwipp.

Seiner Meinung nach könnte die Stadt Schorndorf z.B. die Räumlichkeiten der Stadtbücherei auf 20 / 30 Jahre oder länger anmieten und / oder einen Teil der Baukosten beisteuern um die Miete zu verringern und könnte sich so Millionen Euro Baukosten einsparen, um andere wichtige Projekte – auch in den Teilorten - umzusetzen. Eine absolute Win Win Situation für beide Parteien, wie Zwipp findet und vor allen Dingen für Schorndorf, das Tor zu Schorndorf, die Vorstadt, die Weststadt und allen Schorndorferinnen und Schorndorfern.


Heinz Lochmann wird ohne Zweifel die Markthalle auch ohne Stadtbücherei bauen, dennoch reizt ihn diese Idee, weil er ebenso ein Visionär ist.


In den oberen Stockwerken wäre ausreichend Platz für eine moderne und zukunftsorientierte Stadtbücherei und man könnte noch entsprechend umplanen, da sich Lochmann noch nicht final zwischen den beiden Architekten Entwürfen entschieden hat. Somit wäre Zeit und Raum für weitere Ideen für dieses spannende Projekt gegeben.


Der Weststadtverein Schorndorf, die Freunde der Stadtbücherei Schorndorf und die Lokale Agenda 21 Schorndorf haben sich damals zu einem Dreier-Bündnis zusammengeschlossen und eine gemeinsame Willenserklärung zum Büchereistandort im Güterbahnhof verfasst. Nun haben alle die Chance, gemeinsam mit dem neuen OB von Schorndorf diese Vision doch noch zu realisieren, zumal sie jetzt erst recht zukunftsorientiert ist und viele Beteiligten einbindet – vor allem die Schorndorfer Bürgerinnen und Bürger.

Der erste Schritt zu einer spannenden, realisierbaren Idee ist also getan und Horst Zwipp verspricht, sich auch bei einer Nichtwahl für diese Idee und deren Realisation weiter einzusetzen.


Horst Zwipp www.horstzwipp.de




BILDQUELLE: Heinz Lochmann


BILD 1 Entwurf Reichel Schlaier Architekten


BILD 2 Büro Stammler Architekten PartGmbH

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